Ein Braut-Make-up entsteht nicht am Hochzeitsmorgen. Es entsteht in den Monaten davor, in der Haut. Der Termin selbst dauert bei uns rund neunzig Minuten. Was in diesen neunzig Minuten möglich ist, hat sich lange vorher entschieden.

Der folgende Zeitplan für Braut-Make-up und Probetermin hat sich in unseren Studios bewährt. Er ist ruhig gerechnet, mit Puffer an den Stellen, an denen erfahrungsgemäß etwas dazwischenkommt.

Sechs Monate vorher: die Haut vorbereiten

Sechs Monate klingen nach viel. Für eine Behandlungsserie ist es der passende Vorlauf. Hautstruktur verändert sich langsam, und jede Serie braucht ihre Abstände.

Wer die Hautstruktur verfeinern möchte, plant in dieser Phase zum Beispiel eine Serie Microneedling. Üblich sind drei bis vier Sitzungen mit vier bis sechs Wochen Abstand. Rechnen Sie großzügig, damit die letzte Sitzung mit deutlichem Abstand vor dem Termin liegt.

Ebenfalls in diese Phase gehört alles, was Sie noch nie ausprobiert haben. Ein neues Produkt, eine neue Behandlung, ein neuer Wirkstoff. Sechs Monate vorher haben Sie Zeit, eine Reaktion abzuwarten und gegebenenfalls umzusteuern. Vier Wochen vorher haben Sie diese Zeit nicht mehr.

In dieselbe Phase gehört der Blick in den Kalender. Wer im Mai heiratet, beginnt im November. Wer im September heiratet, beginnt im März. Die Serie richtet sich nach dem Datum, nicht nach der Jahreszeit, in der man gerade Lust darauf hat.

Drei Monate vorher: der Probetermin

Der Probetermin ist der wichtigste Punkt in diesem Plan. Er kostet einen Vormittag und erspart Ihnen die Unsicherheit am Morgen selbst.

Beim Probetermin klären wir Farbrichtung, Deckkraft, Augenbetonung und Haltbarkeit. Wir sprechen darüber, wie lange der Tag wird, ob eine freie Trauung in der Sonne stattfindet und wann fotografiert wird. Ein Make-up für zwölf Stunden ist anders aufgebaut als eines für einen Standesamtstermin am Vormittag.

Machen Sie am Ende des Termins Fotos, mit dem eigenen Telefon, einmal am Fenster bei Tageslicht und einmal im Raum bei Kunstlicht. Beide sehen unterschiedlich aus, und genau das ist die nützliche Information. Wir notieren anschließend jede Farbe und jedes Produkt, damit sich das Ergebnis am Hochzeitstag zuverlässig wiederholen lässt.

Ein Punkt, den viele Bräute erst im Termin ansprechen: Tränen sind wahrscheinlich. Wir bauen das Augen-Make-up deshalb so auf, dass es Feuchtigkeit verträgt, ohne dass der Blick hart wirkt. Wasserfeste Produkte an den richtigen Stellen genügen dafür, das gesamte Gesicht braucht diese Eigenschaft nicht.

Drei Monate Abstand haben einen Grund: Es bleibt Zeit für einen zweiten Probetermin, falls die Richtung noch nicht stimmt. Diesen zweiten Termin brauchen die wenigsten. Wer ihn braucht, ist froh, dass er noch möglich ist.

Was Sie zum Probetermin mitbringen

  • Ein Foto des Kleides oder ein Stoffmuster, wegen der Farbtemperatur von Weiß und Creme.
  • Zwei oder drei Bilder von Make-up, das Ihnen gefällt, und gern eines, das Ihnen missfällt. Das zweite hilft oft mehr.
  • Ihre gewohnte Foundation, falls Sie eine haben.
  • Schmuck, Schleier oder Haarschmuck, soweit schon vorhanden.
  • Den groben Zeitplan des Hochzeitstags, mit Uhrzeit der Trauung und des Shootings.

Vier bis zwei Wochen vorher: die letzten Termine

Jetzt wird nichts Neues mehr begonnen. Es geht nur noch um Feinarbeit mit bekanntem Ausgang.

Behandlungen mit Nadel gehören mit mindestens vier Wochen Abstand vor den Termin. Bei uns behandelt entsprechend qualifiziertes Personal, und ein Aufklärungsgespräch geht voraus. Wir planen solche Termine bewusst früh, damit Sie in Ruhe abheilen und das Ergebnis sich setzen kann.

Für Wimpern und Brauen liegt das Zeitfenster anders. Ein Wimpernlifting hält üblicherweise sechs bis acht Wochen und sieht nach zwei bis drei Wochen am schönsten aus. Ähnliches gilt für die Brauenform. Was Sie dazu wissen sollten, steht auf der Seite zu Wimpern und Augenbrauen.

Auch das Haar gehört in diese Phase: Farbe und Ansatz sinnvollerweise zehn bis vierzehn Tage vorher, damit die Farbe Zeit hat, sich zu beruhigen.

Die Woche davor und der Morgen selbst

Sieben Tage vorher endet jedes Experiment. Kein neues Serum, kein starkes Peeling, keine Behandlung, die Sie noch nie hatten. Bleiben Sie bei dem, was Ihre Haut kennt.

Drei Tage vorher hilft Schlichtes: viel trinken, wenig Salz am Abend, früh ins Bett. Das wirkt an den Augenlidern deutlicher als jedes Produkt.

Wenn Trauzeugin, Mutter oder Schwester ebenfalls geschminkt werden, planen Sie pro Person etwa vierzig Minuten ein und legen Sie diese Termine vor Ihren eigenen. So sitzt Ihr Make-up am Ende und ist am frischesten, wenn die Fotos beginnen.

Am Morgen kommen Sie mit gereinigtem Gesicht ohne Make-up. Eine leichte Feuchtigkeitspflege dürfen Sie auftragen, gern zwanzig Minuten vorher, damit sie einziehen kann. Ölhaltige Produkte lassen Sie an diesem Morgen weg. Planen Sie neunzig Minuten für das Make-up ein und danach dreißig Minuten Puffer, bevor das Kleid angezogen wird.

Der Zeitplan auf einen Blick

Zeitpunkt Was ansteht
sechs Monate vorher Behandlungsserien beginnen, neue Produkte testen
drei Monate vorher Probetermin, Fotos bei Tages- und Kunstlicht
zwei Monate vorher zweiter Probetermin, falls nötig
vier Wochen vorher letzte Behandlung mit Nadel
zwei bis drei Wochen vorher Wimpernlifting, Brauenform, Haarfarbe
eine Woche vorher keine neuen Produkte, Routine halten
am Morgen gereinigte Haut, 90 Minuten Make-up, 30 Minuten Puffer

Ihr Termin in Dresden oder Frankfurt

Wir schminken Bräute in Dresden und in Frankfurt am Main, im Studio und auf Wunsch am Ort der Vorbereitung. In beiden Städten sind die Samstage im Frühjahr und Sommer früh vergeben. Wenn Ihr Datum feststeht, ist der Anruf der nächste sinnvolle Schritt, auch wenn bis dahin noch ein Jahr liegt.

Alles zu Ablauf, Dauer und Preisen finden Sie auf der Seite zum Braut- und Anlass-Make-up. Für Fragen zum Zeitplan oder zur Kombination mehrerer Termine erreichen Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular.